Stunden damit verbringen, Artikel manuell in ein Seitenlayout einzupassen – das war lange der Standard in Redaktionen. Zeilenumbrüche von Hand korrigieren, Bilder verschieben, Weißräume ausgleichen. Mit dem automatischen Layouting in markstein tango gehört das der Vergangenheit an: Das System übernimmt die Komposition, und die Redaktion behält die volle Kontrolle.
Was ist automatisches Layouting in tango?
Das automatische Layouting in markstein tango ist eine integrierte Funktion, bei der das Redaktionssystem auf Basis definierter Regeln und Templates eigenständig ein druckfertiges Layout erzeugt. Der Ablauf ist denkbar einfach: Der Redakteur wählt einen oder mehrere Artikel aus, weist ihnen eine Seite oder einen Seitenbereich zu – und tango platziert Texte, Bilder und Grafiken automatisch in einer optimalen Anordnung.
Das System greift dabei auf intelligente Artikel-Schablonen zurück, die zuvor von Layoutern oder Designern definiert worden sind. Diese Schablonen legen fest, wie viel Platz ein Aufmacher-Artikel im Vergleich zu einer Kurzmeldung beansprucht, welche Bildformate wo zulässig sind und welche typografischen Regeln gelten. Die Entscheidungslogik liegt im System – die Kreativarbeit bleibt beim Menschen.
Dynamische Templates: Das Fundament des automatischen Layouts
Statische Layoutvorlagen sind für viele Publikationstypen zu unflexibel. Variiert die Artikellänge, passen Bilder nicht ins vorgesehene Raster oder muss ein Seitenumbruch verschoben werden, scheitern starre Templates schnell. markstein tango setzt deshalb auf dynamische Templates: Layoutregeln, die sich an den tatsächlichen Content anpassen, statt umgekehrt.
Die Templates in tango arbeiten mit definierten Mindest- und Maximalwerten für Textspalten, Bildgrößen und Abstände. Das System berechnet aus diesen Parametern das optimale Layout für den konkreten Artikel. Dabei werden auch redaktionelle Prioritäten berücksichtigt – etwa ob ein Beitrag als Aufmacher oder als Meldung eingestuft ist, oder welchem Ressort er angehört. Das Ergebnis: jedes Mal ein professionelles, regelkonformes Layout – ohne manuelle Eingriffe.
Textangleichung: Worttrennungen, Zeilenabstände und Weißraum
Ein zentrales Problem beim automatischen Layouting ist die Texttreue: Wenn Artikel kürzer oder länger sind als der verfügbare Platz, entstehen unästhetische Lücken oder Überfüllungen. tango löst das durch integrierte Textangleichungsmaßnahmen:
- Worttrennungen: tango aktiviert oder deaktiviert Trennungen gezielt, um Spaltenbreiten optimal zu nutzen und unschöne Flattersatz-Effekte zu vermeiden.
- Zeilenabstand: Der Durchschuss zwischen Zeilen wird innerhalb definierter Toleranzen minimal angepasst, sodass Texte auf den Punkt in ihre Spalte passen.
- Tracking und Laufweite: Buchstabenabstände werden geringfügig variiert, um Spalten ohne sichtbare Qualitätsverluste zu füllen.
- Weißraumverteilung: Statt Lücken zu lassen, verteilt tango freien Raum gleichmäßig – oder schlägt alternative Artikel vor, wenn der Platzbedarf zu groß ist.
Diese Maßnahmen greifen automatisch und transparent im Hintergrund. Das Ergebnis sieht für den Leser aus wie manuell gelayoutet – weil die Regeln aus echter Layouterfahrung abgeleitet sind.
Der Mensch behält die Kontrolle
Automatisches Layouting bedeutet nicht, dass Redakteure und Layouter aus dem Prozess herausgedrängt werden. Im Gegenteil: tango ist als Assistenzsystem konzipiert, das Vorarbeit leistet und Entscheidungen vorbereitet – die finale Freigabe liegt immer beim Menschen.
Nach dem automatischen Layoutdurchlauf können Redakteure im tango Web-Client alle Platzierungen prüfen, einzelne Elemente verschieben, Abstände anpassen oder Artikel austauschen. Die automatisch gesetzten Textangleichungen sind sichtbar und editierbar. Das Prinzip: Das System liefert 80–90 % des Weges, der Mensch verfeinert die letzten 10–20 % – statt bei 0 % zu beginnen.
Dieser hybride Ansatz ist besonders für Tageszeitungen und Magazine mit hohem täglichem Seitenvolumen relevant. Wenn täglich 40, 60 oder 100 Seiten produziert werden müssen, spart automatisches Layouting pro Seite mehrere Minuten – in der Summe Stunden.
Automatisierung auf Basis von Datenquellen
Ein besonders wirkungsvoller Anwendungsfall ist die vollautomatische Artikelproduktion auf Basis externer Datenquellen. tango kann über definierte Schnittstellen an Online-CRM-Systeme, Produktdatenbanken oder Content-Hubs angebunden werden. Das bedeutet in der Praxis:
- Produktinformationen aus einem PIM-System fließen automatisch in vordefinierte Layouts ein – ideal für Katalog- oder Anzeigenproduktion.
- CRM-Daten (z. B. Kundenprofile, Regionaldaten) steuern, welche Artikel für welche Ausgabe relevant sind.
- Nachrichtenagenturen oder redaktionelle Feeds (z. B. über IPTC/NewsML) liefern Inhalte, die tango direkt layoutet – ohne manuellen Import.
Diese Form der datengetriebenen Layoutautomatisierung ermöglicht Verlags- und Medienunternehmen, Ausgaben mit sehr hohem Wiederholungsanteil – wie Börsenbeilagen, Regionaltabellen oder Stellenanzeigen – weitgehend maschinell zu produzieren. Die Zeitersparnis gegenüber manueller Produktion liegt je nach Ausgabentyp bei bis zu 70 %.
Fazit: Automatisches Layouting als Wettbewerbsvorteil
Automatisches Layouting mit markstein tango ist kein Zukunftsversprechen – es ist produktiv im Einsatz. Die Kombination aus dynamischen Templates, intelligenter Textangleichung und menschlicher Kontrolle macht tango zu einem echten Produktivitätswerkzeug für moderne Redaktionen. Und die Möglichkeit, externe Datenquellen einzubinden, öffnet die Tür zu weitgehend automatisierten Workflows, die früher undenkbar waren.
Für Verlage, die ihre Produktionskosten senken und gleichzeitig die Ausgabenqualität halten oder verbessern wollen, ist automatisches Layouting einer der wirkungsvollsten Hebel – direkt integriert in markstein tango.
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